Der goldene Herbst und seine Tücken

der goldene herbst
Obwohl unserer Pferde-Freunde der Meinung sind, dass es nie und unter gar keinen Umständen ein “Zuviel” an Gras frisch von der Weide geben kann, sieht die Realität im Herbst eben doch anders aus. Und das liegt an den Fruktanen.

Fruktane sind normale Bausteine von Pflanzen und kommen auch im Gras vor. Nun weiß man seit einigen Jahren, dass diese Fruktane Hufrehe oder andere Stoffwechsel-Krankheiten auslösen können .

Aus diesem Grund ist nicht nur ein langsames Anweiden im Frühjahr, sondern auch ein sehr vorsichtiges Weidemanagement im Herbst notwendig. Denn im Herbst hat das Gras viele Fruktane – besonders wenn es ‘gestresst’ ist. Nicht lachen, auch Gras hat Stress und zwar

👎 Wenn es nachts unter 8 Grad hat oder gar Frost
👎 Wenn tagsüber die Sonne scheint
👎 Wenn es besonders trocken ist
👎 Wenn das Gras kurz gefressen ist
👎 BEI DIESEN BEDINGUNGEN HERRSCHT AKUTE REHE GEFAHR

Daher empfiehlt es sich, für Ponys und Pferde den Weidegang zu verkürzen. Damit reduziert man auch die Grasmenge und damit die Menge an Fruktanen, die aufgenommen wird. Gefährdete Pferde, die bereits stoffwechselkrank sind, haben wir bereits abgeweidet… da gehen wir kein Risiko ein.

Bitte auch aufpassen bei Bodenfrost/Rauhreif (Kolikgefahr), bei sehr nassen Weiden (Kolikgefahr, Durchfall) und bei sehr abgefressenen Weiden (Sandkolik) … bzw. wenn die Pferde anfangen Blätter zu fressen….(Atypische Weidemyopathie).

Take Care und passt gut auf Eure Schützlinge auf!
Euer Team Möhrchengebe