Entschleunigen

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 Manche Pferde machen alles zu schnell, stehen unter Dauer Anspannung und können nicht los lassen. So geht es Fritzi. Er ist immer auf der Hut, unruhig und zackig in seinen Bewegungen, seine Muskeln sind angespannt und seine Augen groß. Immer bereit weg zu springen. Dabei reagiert er kaum auf Außenreize. Es sind die Menschen die ihn schnell gemacht haben und sobald wir was mit ihm machen denkt er schnell. Das ist für ein Fluchttier nicht gut.
Die ständige Anspannung, zu viel Adrenalin, fehlende Ruhe, das führt nicht nur zu verkrampften Muskeln sondern kann auch Magengeschwüre oder schlimmeres verursachen.
Da Fritzi sowieso erstmal Muskeln aufbauen muss haben wir beschlossen ihn erstmal zu entschleunigen:
Putzen, Schmusen, Massieren, Bemer Decke und täglich ein bisschen Schritt an der Hand über Bodenhindernisse.
Bereits nach 10 Tagen sieht das dann so aus. Schritt in entspannter Selbsthaltung, Kopf und Hals pendeln locker, aufmerksames Ohrenspiel und zufriedener Gesichtsausdruck. Der erste Schritt in Richtung Losgelassenheit.

Autsch!

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Eine Verletzung ist schnell passiert: die kleine Hilde ist irgendwo hängen geblieben. Je nachdem wie tief die Wunde ist und wo sie sitzt, muss sie eventuell vom Tierarzt gereinigt und genäht werden.
 
Besonders bei kleinflächigen aber tiefen Stichverletzungen bleiben oft Bakterien in der Wunde, die zu einer nicht eitrigen Entzündung des Unterhautgewebes führen können. Die sogenannten Einschüsse oder Phlegmone sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich. Unbehandelt eine solche Weichteilschwellung chronisch werden.
 
Darum ist es uns besonders wichtig, dass all unsere Schützlinge täglich mindestens einen Gesundheitscheck erhalten. Dabei wird eine Sichtkontrolle vorgenommen und Verletzungen, tränende Augen oder fehlender Appetit können so frühzeitig erkannt werden.
 
In Hildes Fall konnte der Tierarzt noch am selben Tag die Wunde säubern und de Fohlen entsprechende Medikamente verordnen. Jetzt wird die Verletzung täglich gespült.
 
Danke Daniela, dass Du so gut auf unser Baby aufpasst!
 

Senioren Programm

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Senioren Programm-Pferde helfen
So eine ältere Dame hat genaue Vorstellungen wie ihr Leben zu laufen hat.
Tagsüber in der Herde OK, aber nachts bitte ein angemessenes Separée mit dickem Strohbett. Da kann man sich so schön reinkuscheln und liegt weich.
 
Und dann bitte ein First Class Catering und das nicht irgendwann sondern pünktlich – und mit Nachschlag.
 
Und dann bitte beim Putzen auch Kraulen und Massieren und nicht nur “Dreck weg und gut is”. Schließlich hat unsere Peppy (ihrer Meinung nach) eine Senioren-Residenz mit Wellness gebucht. Zum Cardio-Sport geht sie auch – zumindest solange sie möchte. Und Kinder findet sie super, besonders wenn sie an einer Möhre🥕 hängen 🤣
 
Unsere Peppy hat ihre Pflegestelle fest im Griff und genießt ihr Leben. So solls sein, liebe Peppy. Wir freuen uns sehr dass Du so gut angekommen bist in deinem neuen Leben!

Suche Lebensstelle

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Suche eine nette Familie die mich ein Leben lang mit 🥕 versorgt und viele verschiedene Dinge mit mir unternimmt.
 
Ich bin im besten Alter (15), 167 cm groß)und fast nie schmutzig. Ich trage auch gerne mal jemanden spazieren, aber nicht nur, denn ich liebe die Abwechslung.
 
Man sagt, ich sei gut ausgebildet? Also ich würde sagen: ich gebe mir Mühe. Für den Freizeitbereich reicht es alle Mal.
 
Ich habe einen Pass und Papiere, möchte aber keine Fohlen mehr haben. Dafür fühle ich mich zu alt. Ich bin eigentlich nervenstark und brav, habe aber meinen eigenen Kopf und brauche dann klare Ansagen.
 
Am liebsten würde ich in einer kleinen Gruppe wohnen, zumindest tagsüber. Aber ich bin da flexibel. Koppel finde ich auch toll.
 
Ich bin soweit gesund. Meine Zähne wurden gemacht und ich laufe barfuß. Wenn es draußen viele Steinchen hat, bräuchte ich beim Ausreiten Schuhe bitte.
 
Anfragen bitte an babel@moehrchengeber.de

Desensibilisierung Teil 2

Und wieder geht es darum einen unserer jungen Schützlinge, in diesem Fall ist es der 4-jährige Captain, an Dinge des täglichen Lebens zu gewöhnen. Stell Dir vor Du triffst beim Ausritt plötzlich auf eine knisternde Wärmefolie aus dem Erste Hilfe Kasten…. Spaß beiseite:
 
Das Aussacken (der Prozess Pferde an fremde Objekte und Geräusche zu gewöhnen) kann man mit unterschiedlichsten Sachen üben. Berührungen dabei auch direkt am Körper zu erdulden ist eine wichtige Übung. So können Pferde auf das Eindecken vorbereitet werden oder auch auf das Auflegen eines Sattelpads. Üblicherweise beginnt man mit einem weniger ‘dramatischen’ Objekt also z.B. einem Handtuch oder einer Decke. Für Fortgeschrittene kommt dann die Rascheltüte oder Knisterplane ins Spiel.
 
Außerdem trainiert man dabei Vertrauen und durchbricht den Fluchreflex. Die jungen Pferde lernen, sich mit einer dubiosen Sache zu beschäftigen statt zu flüchten. Da Captain ein bisschen introvertierter ist als sein 3-jähriger Kumpel Buddy, ist dieses Training besonders wichtig, damit aus Captain mal ein Verlass-Pony wird.