Direktvermittlungen

Direktvermittlungen

Direktvermittlungen

Wo immer möglich versuchen wir Pferde in Not direkt an eine neue Lebensstelle zu vermitteln, da dies für unsere Schützlinge den geringsten Stress, den kürzesten Transportweg und nur eine Umgewohnung bedeutet.

Diese Pferde erscheinen dann nicht einzeln in unserer Chronik. Doch auch sie konnten wir ein Stück des Weges begleiteten und auf dem Schritt ins neue Leben unterstützen.

Jamaica | Reitpony

Jamaica | Reitpony

Jamaica | Reitpony (#029)

Rasse: Reitpony

Alter: geboren 2003

Geschlecht: Stute

Größe/Stockmaß: 143 cm

Farbe: Braun

Reitbar: Dressur und Gelände geritten, gut ausgebildet, derzeit nicht reitbar da Reha

Gesundheitszustand: Jamaica hatte letztes Jahr einen Unfall und musste lange Medikamente bekommen. Leider hat ihr Magen darunter gelitten. Sie hat eine Magenentzündung und Magengeschwüre. Diese werden zurzeit behandelt. Außerdem leidet die Stute altersbedingt an SPAT was sie aber kaum einschränkt, sobald sie warm ist.

Jamaica ist eine zarte und sensible Stute im Vollbluttyp. Sie ist sehr gepflegt und gut erzogen. Ihre Muskulatur ist etwas zurückgebildet. Ansonsten steht sie top da.

Jamaica war 14 Jahre lang die beste Freundin ihrer jungen Eigentümerin. Sie ist gut ausgebildet und die Beiden hatten viel Spaß in der Bahn und im Gelände. Doch dann begann Jamaica‘s Pechsträhne. In den letzten Jahren gab es in der Familie einige ungünstige Veränderungen und dann kam ein großer Unfall in 2021. Als sich die Stute davon gerade erholt hatte wurde sie magenkrank. Die Haltung war für ihre Krankheit nicht optimal und die junge Familie am Ende ihrer finanziellen Kräfte. Es konnte kein neuer Besitzer gefunden werden. Daher kam sie zu uns.

Amadeus | Haflinger

Amadeus | Haflinger

Amadeus | Haflinger (#026)

Rasse: Haflinger

Alter: geboren 1995

Geschlecht: Wallach

Größe/Stockmaß: 145 cm

Farbe: Haflinger eben

Reitbar: nicht bekannt

Gesundheitszustand: Amadeus hatte in früheren Jahren eine Hufrehe. Zurzeit ist er zu dünn. Wahrscheinlich hat er altersbedingt Zahnprobleme und/oder eine Stoffwechselerkrankung. Einen genauen Gesundheitscheck werden wir nach Ankunft durchführen.

Leider wissen wir noch nicht viel über Amadeus. Er wird als ruhig und brav beschrieben. Früher wurde er im Gelände geritten.

Seit ihr Eigentümer im Spätsommer 2021 verstarb wurde Dusty und ihr Freund Amadeus von der 83jährigen Witwe in ihrem Stall am Haus weiter versorgt. Die alte Dame konnte den Pferden aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht gerecht werden. Und da sich in der Familie niemand mit Pferden auskennt, bemühten sie sich viele Monate um die Vermittlung der beiden Ponys. Doch es fand sich kein passender Platz. So konnte es nicht weitergehen. Damit Amadeus und Dusty pferdegerecht versorgt und aufgepäppelt werden konnten, übernahmen wir sie bei einem unserer MöhrchengeberStallpartner. 

Amadeus hat den Jackpot geknackt. Er hat eine neue Möhrchengeberin gefunden, die ebenso wie gut gealtert und rüstig ist. Sie hat viel Pferdeerfahrung und Zeit, um sich liebevoll um Amadeus zu kümmern.

Miron | Warmblut

Miron | Warmblut

Miron (#024)

Rasse: Polnisches Kaltblut

Alter: geboren 2012

Geschlecht: Wallach

Größe/Stockmaß: 158 cm

Farbe: Rappe, Stern, Stichelhaare

Reitbar: derzeit nicht. Ausgebildet in klassischer Dressur und Gelände

Gesundheitszustand: Fesselträger-Schaden (seit Mai 2021) nicht ausgeheilt,
SPAT

Miron ist ein kräftiger, kurzer Warmblüter im barocken Typ. Er hat ein paar weiße Stichelhaare im schwarzen Fell und einen großen Stern auf seinem hübschen Kopf. Er sieht sportlich aus und hat Temperament.

In der Herde ist er verträglich, Menschen gegenüber ist er gern ein bisschen frech. Miron wirkt unsicher, „guckt“ viel und erschrickt schnell. Alleine möchte er sich nicht vom Hof wegbewegen. Er braucht eine deutliche Anleitung und liebevolle Konsequenz, dann vertraut er.

Miron ist ein Trennungskind. Seine Eigentümerin konnte ihm nach Trennung und Umzug leider zeitlich und finanziell nicht mehr gerecht werden. Zudem hat der Wallach einen SPAT-Befund und zog sich noch dazu 2021 einen Fesselträger-Schaden zu, welcher trotz verschiedener Therapieversuche nicht ausgeheilt ist.

Aufgrund dieser Befunde schlugen alle Versuche Miro privat zu vermitteln fehl. Selbst als Beisteller wollte ihn niemand nehmen, da er mit 10 Jahren jung und voller Energie ist. Der letzte Weg stand bereits im Raum, als die junge Eigentümerin quasi in letzter Minute über Bekannte von den Möhrchengebern erfuhr. Zwei Wochen später zog Miron zu einem unserer Stallpartner um, wo er eine Chance bekommt, seinen Fesselträgerschaden auszukurieren.

Der zunächst schwierige Miron hat dort beschlossen, dass das Zusammenarbeiten mit Menschen schön ist und sich lohnt. Seitdem arbeitete er motiviert mit und wird ein kleiner Streber. Es ist eine enge Bindung entstanden zwischen Mensch und Pferd. So toll hat er sich gemacht, dass er von seiner Pflegefamilie adoptiert wurde. Er darf bleiben und sein Pferdeleben genießen. Wir freuen uns sehr für Miron

Socke | Shetty

Socke | Shetty

Socke (#027)

Rasse: Shetty

Alter: geboren 2009

Geschlecht: Stute

Größe/Stockmaß: 102 cm

Farbe: Rappe

Reitbar: derzeit nicht. Hufrehe

Gesundheitszustand: Socke befindet sich seit ca. 2 Monaten in ihrem zweiten Hufrehe-Schub. Sie ‚steht‘ seit über einem Jahr wegen Hufrehe und sehr fühligen Hufen. Stoffwechsel-Themen werden vermutet. Weitere Diagnostik nach Eingewöhnung auf ihrer Pflegestelle.

Socke ist ein wunderschönes und sehr braves Shetty-Stütchen. Sie hat einen besonders feinen Kopf und weiße ‚Socken‘, daher ihr Name. Im Moment wirkt ‚Socke‘ etwas unförmig. Das liegt zum einen daran, dass sie etwas zu dick ist. Zum anderen hat sie aber auch zu wenig Muskulatur hat. Socke hat einen liebenswerten Charakter, ist gut erzogen und kinderlieb.

Socke ist als letzte übriggeblieben, als ihre kleine Reitschule Corona-bedingt aufgelöst wurde. Keiner wollte die kleine Stute übernehmen, da sie seit einiger Zeit immer wieder sehr fühlig läuft und bereits zwei Reheschübe hatte.

Dann erkrankte ihre Eigentümerin auch noch schwer an der Bandscheibe und konnte sich nicht mehr um Socke kümmern. Sie war auf die Hilfe der Stallgemeinschaft angewiesen und die finanzielle Situation wurde schwieriger.

Sockes Versorgung ist aufwendig und wurde zunehmend zu einem Problem. Über das Internet startete die verzweifelte Eigentümerin einen Hilferuf und fand schließlich über Umwege zu uns. Passenderweise hatten wir gerade einen Shetty-gerechten Platz bei einer Stallpartnerin mit Erfahrung im Bereich Hufbearbeitung und speziell Hufrehe angeboten bekommen und so wagten wir es nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt, Socke zu uns bringen zu lassen. Jetzt ist Socke in Hufrehe-Therapie und wir hoffen sehr, dass sie bald ohne Schmerzen durchs Leben läuft.