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	<title>Behandlung von Shivering | Moerchengeber – die vernetzte Tierhilfe für Pferde</title>
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	<title>Behandlung von Shivering | Moerchengeber – die vernetzte Tierhilfe für Pferde</title>
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		<title>Bei meinem wurde Pferd Shivering diagnostiziert! Was nun?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 14:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung von Shivering]]></category>
		<category><![CDATA[Ferrero]]></category>
		<category><![CDATA[Shivering-Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsprogramm bei Shivering]]></category>
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					<description><![CDATA[Diagnose Shivering bei meinem Pferd! Was ist Shivering und wie ist die Prognose?  Was kann ich tun?]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #808080;"><strong>Symptome und Beschwerden</strong></span></p>
<p>Der Westfalen-Wallach <a href="https://www.moehrchengeber.de/pferde" target="_blank" rel="noopener">Ferrero</a> ist unser Sorgenkind. Mit seinen 1,75 wirkt er sowieso schon groß und schlaksig. Zudem fehlt es ihm an Muskulatur und er bewegt sich auffällig staksig.</p>
<p>Bei engen Wendungen hat er immer wieder Koordinationsprobleme, das Rückwärtsrichten ist ihm nicht bzw. kaum möglich. Er geht mit der Vorhand rückwärts bekommt aber die Hinterhand nicht rechtzeitig weg.</p>
<p>Beim Hufschmied kann er die Hinterbeine gar nicht aufgeben. Die Vorderbeine gehen so einigermaßen, aber auch hierbei ist er sehr angespannt. Bei Aufregung zittert er am ganzen Leib.</p>
<p>Laut Aussage der Voreigentümerin leidet der große Braune unter einer Ataxie. Dem möchten wir auf den Grund gehen, um herauszufinden wie man Ferrero helfen kann.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Untersuchung und Diagnose<br /></strong></span></p>
<p>Dazu haben wir für Ferrero einen Termin mit einer Fachtierärztin der Pferdeklinik Grosswallstadt gemacht, die über Erfahrung in diesem Bereich verfügt. Mit viel Geduld konnte Ferrero ausgiebig untersucht werden.</p>
<p>Heraus kam die Diagnose Shivering, hauptsächlich aufgrund des Bewegungsprofils und der schmerzhaften Muskulatur. Leider gibt es keinen Test oder messbaren Werte. Shivering ist quasi eine Ausschlussdiagnose. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Was ist Shivering genau und was kann ich für mein Pferd tun ?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Shivering“</strong> heisst auf Deutsch schlottern oder zittern. Volkstümlich wird diese Auffälligkeit auch „Zitterkrankheit“ genannt. Die betroffenen Muskelgruppen zittern dabei, als ob das Pferd frieren würde.  Meistens ist vor allem die Hinterhand, also Kruppe, Schweif und die Hinterbeine betroffen.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Krankheitsverlauf</strong> </span></p>
<p>Shivering ist eine progressive Krankheit, also fortschreitend, und gilt unheilbar. Bei fortschreitender Krankheit werden im Verlauf immer mehr Muskelbereiche betroffen. Meistens treten erste <strong>Auffälligkeiten</strong> im Alter von <strong>5 bis 7 Jahren</strong> auf.</p>
<p>Ein Ausbruch der Krankheit ist jedoch auch früher oder später möglich. Generell handelt es sich um eine <strong>muskuläre Auffälligkeit</strong> mit bisher <strong>unerforschter Ursache</strong> (vermutet werden Muskelstoffwechsel, Nerven, Traumata und/oder genetische Ursachen).  Meist sind es besonders <strong>hochgezüchtete, groß gewachsene Sportpferde</strong>, die betroffen sind. Ob und inwieweit ein Zusammenhang mit dem derzeit heiß diskutierten Thema <strong>PSSM2</strong> hergestellt werden kann ist noch nicht erforscht.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>Weitere Symptome, die auftreten können</strong></span></p>
<p>Es gibt jedoch weit mehr Symptome als nur das <strong>Muskelzittern</strong>. Die Auffälligkeiten reichen von <strong>Leistungsschwäche</strong> der Hinterhand über<strong> Bewegungsstörungen</strong> (ähnlich Hahnentritt), intermittierende (wiederkehrende, aber nicht andauernde) <strong>Taktunreinheiten, Muskelschwund,</strong> das bereits genannte<strong> Muskelzittern</strong> bis hin zu lokalen <strong>Krampfanfällen.</strong></p>
<p>Erste <strong>Anzeichen</strong> sind oft eine hohe starre <strong>Schweifhaltung</strong> sowie unnatürlich <strong>hochgezogene</strong> <strong>Hinterbeine</strong> in der Bewegung, Probleme beim Rückwärts richten und beim Wenden sowie krampfartiges Hochziehen der Hinterbeine beim Hufe aufheben. Stress kann ein zusätzlicher Verstärker sein. Ebenso reagieren Shivering-Pferde auf körperliche <strong>Überbeanspruchung</strong>, aberandererseits auch auf Leerlauf, also <strong>längere Trainingspausen</strong>. Auslöser eines <strong>‚Schubes‘</strong> können auch Medikamente oder Impfungen sein.</p>
<p><strong>Shivering</strong> führt – neben den oben aufgeführten Auffälligkeiten – auch zu generellen <strong>Muskelverspannungen</strong>.  Das sehen wir auch bei Ferrero. Er ist in vielen Körperregionen <strong>hyperton</strong> (stark angespannt) und<strong> berührungsempfindlich</strong>. Zunächst einmal bekommt er zur akuten Linderung daher ein gut verträgliches <strong>Schmerzmittel</strong> und dazu einen <strong>Magenschutz</strong>. Außerdem versuchen wir Ferreros Muskeln über die Gabe von <strong>Magnesium</strong> zu unterstützen. Selen und Zink erhält er sowieso bereits, da sein Blutbild einen leichten Mangel gezeigt hat. Weiterhin haben wir uns nach ausgiebiger Recherche für eine <strong>Kur</strong> mit <strong>Mangan</strong> und <strong>Vitamin B</strong> entschieden.</p>
<h2>Wie bewege ich ein Pferd mit Shivering?</h2>
<p>Die Erfahrung von betroffenen <strong>Trainern</strong> und <strong>Reitern</strong> lässt den Schluss zu, dass <strong>Shivering-Pferde</strong> mit zunehmendem Muskelaufbau besser mit Ihrem Körper klarkommen und die Symptome milder werden. Es heißt auch, dass die betroffenen Pferde sogar besser werden, wenn ihre <strong>Muskulatur</strong> trainiert wird.</p>
<p>Ein <strong>Shivering-Pferd</strong> sollte über den Rücken laufen und gerade <strong>gerichtet</strong> werden. Lösende <strong>Übungen</strong> stehen im Vordergrund und der Ausgleich muskulärer <strong>Dysbalancen.</strong> Beim Training ist besonders viel Geduld geboten.</p>
<p>Es gibt sogar zahlreiche Fälle von <strong>Shivering-Pferden</strong>, die im großen Sport laufen. Ob das nun eine gute Idee ist – diese Frage mag sich jeder selbst beantworten. Unser Ferrero wird auf jeden Fall ohne Reitergewicht trainiert.</p>
<p>P.S. Einen Zusammenhang zum Shivering-Symptom beim Menschen gibt es nicht. Bei <strong>Menschen</strong> entsteht <strong>post-operatives Shivering</strong> durch das schnelle Absetzen von <strong>Medikamenten</strong>, zum Beispiel im Zusammenhang mit einer <strong>Narkose</strong>.</p></div>
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